In Freiheit und Verantwortung sterben


In Freiheit und Verantwortung sterben


Die Jungen Liberalen Hessen sprechen sich für eine Legalisierung der aktiven und passiven Sterbehilfe aus. 
Die Würde und Freiheit des Menschen umfasst in unseren Augen auch die selbstbestimmte Wahl des Lebensendes. 

Die momentane Gesetzeslage missachtet die freie Entscheidung des Betroffenen. Die Kriminalisierung der aktiven Sterbehilfe führt zu einer Unsicherheit, welche die ohnehin schon schwere Lage für alle Beteiligten noch schwerer macht.
Um einen durch einen Arzt assistierten Suizid zu ermöglichen, muss Rechtssicherheit für alle beteiligten hergestellt werden.
 
Die Sterbehilfe soll in einem engen Rahmen legalisiert werden. Dies bedeutet, dass der Patient an einer schwerwiegenden und unheilbaren, nicht psychischen, Krankheit leiden muss. Eine psychische Krankheit darf vorliegen, sofern diese den Sterbewunsch nicht beeinflusst. Er muss im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sein, um seinen Wunsch zu formulieren.


Diese Entscheidung ist erst nach Gesprächen mit einem hierfür geschulten Facharzt und einem Psychologen, bei Minderjährigen mit einem Doppelgutachten, in Form einer Patientenverfügung festzuhalten, welche notariell zu beglaubigen ist. In diesem Gespräch ist umfassend über den eigenen Zustand und alle Möglichkeiten aufzuklären. Insbesondere soll über palliativmedizinische Ansätze beraten werden. Arzt und Psychologe haben dem Erklärenden die uneingeschränkte Entschlussfähigkeit durch ein Gutachten zu attestieren. Die Freiwilligkeit der Willensbildung muss zum Zeitpunkt der Abgabe feststehen.
Die aktive Sterbehilfe ist nur durch einen Arzt durchzuführen.
Weiterhin muss es jedoch in der Entscheidungsfreiheit des Arztes liegen, dem Wunsch des Patienten nachzukommen. Niemand darf zur Hilfe der Selbsttötung gezwungen werden.
Darüber hinaus fordern die Jungen Liberalen Hessen eine verbesserte Verfügbarkeit der palliativmedizinischen Versorgung. Nur so ist eine in jeder Hinsicht freie Entscheidung des Menschen möglich.