Kernkraft for Future!

Als Junge Liberale Hessen sind wir uns bewusst, dass eine Energiepolitik, welche sowohl auf  Kohle, als auch auf Kernenergie verzichtet, zur Zeit nicht möglich
ist. Deshalb sehen wir die Kernkraft als optimale Zwischenlösung für den Ausbau von erneuerbaren Energien, wie Wasserkraft oder Solarenergie, sobald diese umfangreich die Bevölkerung mit Strom versorgen können. Daher fordern wir verstärkte Investitionen in der Forschung der Kernfusion und der Wiederaufbereitung von Brennelementen sowie der Erforschung der Spaltung und Transmutation der langlebigen Transurane, die durch die Wiederaufbereitung durch den PUREX-Prozess aus Brennelementen extrahiert werden.

 

Darüber hinaus stehen wir der Inbetriebnahme von Nuklearreaktoren der 4. und 5. Generation in Deutschland offen gegenüber. Diese stellen eine effiziente und risikoarme Option zur klimafreundlichen Energieerzeugung dar, da sie nur geringe Mengen an radioaktivem Abfall produzieren. Investitionen in solche Technologien sollen Unternehmen in Deutschland grundsätzlich möglich sein. Ebenso möchten wir die Chancen, die sich durch sogenannte Small Modular Reactors (SMRs) ergeben, nutzen und Investitionen in SMRs auch in Deutschland ermöglichen.

Des Weiteren setzen sich die jungen Liberalen Hessen für einen übergangsweisen Fortbetrieb der sechs verbliebenden Kernkraftwerke ein, um beim Klimaschutz die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts einhalten zu können. Die Jungen Liberalen fordern zudem, das Atomgesetz zu reformieren, um den gegenwärtigen Bestand nicht aufbereiteter Brennelemente zur weiteren Verarbeitung und zur weitere Nutzung ins Ausland exportieren zu dürfen. Das Atomgesetz in seiner aktuellen Fassung macht es unmöglich, eine nachhaltige Lösung für den Umgang mit Atommüll umzusetzen.