Immer diese unpolitische Jugend

Immer diese unpolitische Jugend

 

Seit dem Beginn meiner politischen Aktivität, habe ich mich immer wieder mit dem Thema „Politik & Jugend“ beschäftigt und bin für mich zu einem sehr unerwarteten Ergebnis gekommen.

Die Jugend interessiert sich ganz im Gegensatz zu der Meinung vieler Erwachsener für Politik und das Weltgeschehen, nur wurden die meisten von ihnen während der Schulzeit nicht mitgenommen.

 

Ich erinnere mich immer gerne an meine Schulzeit, vor allem an den Politik Unterricht. Unser Lehrer war sehr engagiert und nutze alle neuen Medien um uns in den Unterricht zu integrieren, ganz nach dem Motto „Handy, Tablets und Laptops raus“ wir machen jetzt Unterricht.
Dies liegt wahrscheinlich daran, dass ich auf einer Privatschule mit
Schul-W-Lan & Whiteboards war, doch dieses Glück hat nicht jeder und so haben viele Lehrer einfach nicht die Möglichkeit Ihren Unterricht so mitreißend zu gestalten.

Trotzdem herrscht ein gewisses Grundinteresse, so werde ich oft mit den Fragen „Was passiert jetzt eigentlich wegen diesem Trump?“,

„Wird die Türkei jetzt wirklich zu einer Diktatur?“ oder

„Wie geht die Politik mit dem Thema Flüchtlingen um?“ konfrontiert,

und dies vermehrt aus vermeintlich politikuninteressierten Freundeskreisen.

 

Leider wird dies meistens nur falsch verstanden. Die konventionelle Politik interessiert nur wenig Jugendliche und junge Erwachsene, denn sie müssen sich genug Gedanken um andere Dinge machen, während sie ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Und dies ist natürlich auch verständlich, denn was interessiert es einen 19-jährigen auch was gerade im Kulturausschuss seiner Stadt passiert,

oder warum es ein Tanzverbot an manchen Feiertagen gibt?

– Es ist schließlich Freitag und nach einer anstrengenden Woche wollen die meisten feiern gehen.

Aber was passiert gerade aktuell auf der Weltbühne und wie steht es um die Nationen dieser Welt?

Die aus diesen Fragen entstehenden Debatten und die neuen Gesichtspunkte überraschten mich oftmals durch ihre Innovation. Klar fehlt es manchmal an der ein oder anderen Stelle an ein paar Informationen, aber die Ideen welche mir von jemandem, der nicht durch Politik vorbelastet ist, mitgegeben werden trage ich gerne und oft bei mir, um mich an die unkomplizierten Lösungsansätze zu erinnern.

 

Meiner Meinung nach ist es daher unbedingt nötig, den neutralen Politikunterricht in der Schule neu zu gestalten.

Dabei soll dieser mehr an der Praxis orientiert werden, hierbei sollen sich Schüler über ihre Ideen austauschen, um sich zu spannenden aktuellen Themen eine fundierte Meinung zu bilden. Der Lehrer soll in diesem Stadium der Meinungsbildung eher die Rolle eines Gesprächsleiters einnehmen und gleichzeitig dafür sorgen, dass keine falschen Thesen oder Lügen verbreitet werden.

Dies ist ein Guter Einstieg um für junge Erwachsene, und anhand der diskutierten Themen, ist es zudem möglich verschiedene politikbezogene Themen zu theoretisieren um diese möglichst interesseweckend zu erklären.