Freie Fahrt für freie Schüler! – und Studenten?

Junge Liberale Hessen begrüßen die dreijährige Erprobungsphase des Schülertickets für Fahrten in ganz Hessen. Endlich echte Mobilität für Schüler und Auszubildende.

Wiesbaden. Laut Beschluss des RMV Aufsichtsrat von Dienstag soll das Ticket pro Jahr 356 € kosten, im Schuljahr 2017 / 2018 an den Start gehen und die uneingeschränkte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel der Schüler und Auszubildenden in ganz Hessen ermöglichen.

„Es stellt sich die Frage, ob die 20 Millionen Euro, die das Land den Verkehrsbetrieben zuschießen will pro Schuljahr genügen und ob auch die Verbesserung des Personennahverkehrsnetztes gerade im ländlichen Raum noch angestrebt werden kann. Die Unterfinanzierung des ländlichen ÖPNVs im Vergleich zum städtischen, ist an vielen Stellen nach wie vor eine Mobilitätseinschränkung. Das neue Schülerticket darf im Endeffekt nicht dazu führen, dass die zusätzlichen Kosten bei den Verkehrsgesellschaften und so letztlich bei den Kommunen hängen bleiben. Wenn Minister Al-Wazir jetzt das Versprechen gibt, dass auch wenn die geplanten 20 Mio. Euro nicht ausreichen, das Land die Finanzierung sicherstellt, werden wir ihn im Fall der Fälle daran erinnern“, äußert sich Lucas Schwalbach, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Hessen.

„Für uns Liberale ist vordergründig mit dem Ticket eine größere Wahlmöglichkeit der Schulen gesichert“, freut sich Schwalbach. Die freie und ortsungebundenen Wahl der Schule ist für die Jungliberalen seit langem ein wichtiger Aspekt für Schüler aber auch Auszubildende. Das Ticket ist zudem ein Angebot, dass wahrgenommen werden kann, jedoch nicht muss. Zudem bleiben die bisherigen Wochen- und Monatskarten bestehen. „Die Wahl würden wir auch gerne den Studenten in Hessen überlassen. Diese werden bislang leider verpflichtet das solidarisch finanzierte Semesterticket abzunehmen. Hier sehen wir, neben der Erweiterung auf Teilnehmer von Freiwilligendiensten ebenfalls Potenzial das Ticket auszuweiten. Dabei würden wir auch die Einschränkung des Fahrnetzes über Hessen hinaus in Kauf nehmen. Die Verhandlungsautonomie der ASten an Hessens Universitäten wollen wir dabei natürlich nicht einschränken. Es bleibt den Universitäten weiter frei mit den Verkehrsgesellschaften eigene Tarife auszuhandeln. Diese müssen dann zukünftig so gestaltet werden, dass sie attraktiv genug sind und eben nicht verpflichtend wirken. Nur so kann eine wirkliche Wahl des Fortbewegungsmittels für Studenten ermöglicht werden“, so Schwalbach abschließend.

V.i.S.d.P. Lisa Freitag